signifie in Germany

Montag, Oktober 24, 2005

reisebrief-teil2

5. Mailand(Milano)
Wie vorher schon gesagt, war ich ziemlich ängstlich vor Italia. Außerdem ist mein Zug relativ spät angekommen, so um halb 10. Deshalb habe ich mich extra einbisschen wie ein Junge getan und mich fern von den Leuten gehalten. (*hier ziehen die Mädchen sowieso kein hiphop-klamotten...naja, in korea auch nicht mehr, aber ich mag es eben. Es ist nicht nur ganz bequem sondern auch schick! ...zusagen wird mir wohl keiner mehr...;;;) Auf den Bahnhofplatz hab ich gerannt...Leider hatte ich auch dazu noch Probleme mit den Hostel(genau gesagt, war es auch kein richtiges Hostel. Es war von einer Kirche, und dort wohnten mal vielleicht die Nonnen...ich weiss eigentlich immer noch nicht genau was das für ein Institut war...;;;) . Erstmal konnte ich sie nicht finden, dann hieß sie auch ganz anders als im Buch geschrieben, un zu letzt konnten die Leute bei der Rezeption kein Englisch. Aber schliesslich konnte ich noch dort übernachten und das Zimmer war auch sehr gut. Es war ein double room(Wie sagt man dies auf deutsch;?), aber ich hatte sie nur für mich allein. Ausserdem war die Leiterin(zugleich eine Nonne) von diesen Institut wirklich sehr nett, auch wenn sie kein Englisch konnte. Sie führte mich zum Frühstückstisch und wollte mir wirklich auch alles erklären wie man es sich nehmen kann. Das Brot schmeckte ziemlich nach nichts, habe aber wirklich tütig gegessen. Und das Kaffee schmeckte wirklich super! Cafe au lait/ Cappucino schmeckt wirklich in Italien am besten glaub ich. Und auch war es so lustig, dass man es aus so einer grossen Tasse trank! Wirklich riesig! (*auch in Genova war es so!)
Milano ist...nicht gerade hübsch, da werden auch bestimmt mir viele zustimmen. Duomo sah einfach so aus wie auf den Bildern. Außerdem werden ja diese alten Gebäuden wirklich auch immer renoviert... dort oben sah es auch nicht so aufregend aus. Dabei hatte es so viel gekostet...4 euro! Gott sei dank habe ich zuletzt beschlossen, den Aufzug nicht zu nehmen. Man musste sowieso nicht so hoch laufen.
Die Stadt insgesamt sah Seoul ähnlich aus. Schmutzig, grau. Der Unterschied wäre, dass es in Seoul nicht so alte Gebäude gibt. Aber die waren auch nicht so anziehend in Mailand. In Castello Sforzesco konnte ich den Pieta von Michelangelo nicht finden. (es sollte sein letztes Werk sein) Via Brera war, glaub ich, das Beste. (*Dort waren einpaar interessante Bilder, die mir leider schon nicht mehr so richtig einfallen...;;;) Ich bin eigentlich enttäuscht von Mailand. Das nächste mal muss ich wohl mehr nach Süden fahren. Ach, etwas noch! Es war echt wärmer als in Norden...hehe. Ist schon komisch die Sache mit dem Wetter...
Jetzt bin ich im Hostel in Torino. Hoffen wir, dass es hier schöner wird...Und noch etwas! Wenn man nicht die Sprache versteht ist es wirklich nicht so schön...Man kommt sich echt blöd vor!!!


6.1. Torino
Diesmal hab ich eigentlich überhaupt keine Lust zu schreiben. Irgendwie bin ich auch gestresst, wo von hab ich selbst auch keine Ahnung...Naja, fangen wir an. (kurze Unterbrechung von Anruf aus Korea. Heute soll Chuseok sein...) Im JH war es ganz okay. Am besten war sein günstiger Preis! 14euro. (plus Frühstück!) Auf einer Reise ist das Frühstück das wichtigste (Mahl)! Abens wurde es ziemlich laut wegen den Jugendlichen Italiener/innen. Eine in meinen Zimmer hat wirklich von Anfang an bis zum Ende nur geschlafen. (mit unüberhörbaren Schnarchen...) Die andere hatte es immer eilig mit Freunden rauszugehen. Die letzte war ne Französin mit nen riesigen Rucksack wie ich. (allerdings habe ich erst nachher rausgestellt, dass ich echt wenig Gepäck hatte im Vergleich zu anderen) Die war auch warscheinlich ziemlich müde. Die Stadt Torino ist...hmm. Viele größe und kleine Plätze, wiele Schlösser, interessant aber auch zugleich ‚komisch’. Sie gefiel mir aber aufjedenfall besser als Milano, aber ich weiss nicht wie ich mich ausdrucken soll. Fremd? Absurd? Grotesk?

6.2. Torino
Die Stadt war eine Mischung von alt-prachtvoll und modern-trübe(fast hässlich). Das Museum von Sindone(Grabtuch von Jesus) war das netteste Museum in der ich jemals war. Dazu auch interresant! Aber was die Wahrheit des Reliquiums betrifft, bin ich skeptisch. Zugleich muss ich auch zugeben, dass diese Sache mir auch total egal ist. Warum sollte man das Glauben mit solchen Fakten unbedingt begründen oder bestätigen? Man glaubt, weil man glauben will, nicht weil es war ist.
(*das Thema über das Glauben ist wirklich immer ganz interessant, finde ich. Ich bin ja sozusagen nur halb-gläubig, ich denke mir dass ein(oder sogar viele) Gott gibt, und es ist doch auch ganz in Ordnung, dass es ihn gibt. Da kann sich ein schwacher Mensch(alle Menschen haben ja Schwäche) auch sich mal an etwas festeren sich halten und dadurch eine Stütze für sein Leben finden. Aber beim wirklich religiösen Menschen ist es natürlich auch etwas anderes, was ich leider immer noch nicht so richtig verstehen kann. Allerdings ist es natürlich auch feige wenn man einen Glauben hält, nur für sein praktisches Leben. Der Gott ist zwar lebendig, aber er lebt nicht. Wer lebt, ist es der Mensch, also soll er auch die Verantwortung tragen. Ach, mit diesem Thema kann ich wirklich auch unendlich denken...)
Ansonsten hab ich mich eigentlich wenig umgeschaut. (was diese Postkarte betrifft(es ist eine Postkarte von einen Egyptischen Museum in Torino), muss ich ehrlich zugeben dass ich sie nicht mal besucht habe. Reingegangen bin ich schon, aber ich hatte halb kein Geld mehr wegen den Klamotten--; Ein Kunstlederrock und Hemdchen...es war ja wiedermal so günstig...Es ist so nen Tick von mir. Ich kann einfach es nicht widerstehen günstig einzukaufen. Teure Sachen kauf ich mir niemals, dafür so kleine ‚Schnäppchen’ (so bezeichnete eine Freundin von meinen jetzigen Nachbarn, Peter)
Was noch auffiel ist, dass es in der Stadt überall aufgebaut oder renoviert wurde. Es herrschte insgesammt ein Wirr Warr in den Stil von Gebäuden, Menschen, Atmosphäre. Ich hätt noch ganz gern den Mittelalterdorf besucht, was ich leider doch nicht geschafft habe wegen der Zeit. Echt schade...es sah so hübsch aus!
Das dummste war, war dass die Züge nach Genova alle ausfielen. (Ich habe gestern Abend Reiseziel bisschen geändert. Weil es so weit nach Lyon war, und auch keine Informationen für die Stadt und Hostel hatte. Deshalb musste ich ziemlich lange warten, extra noch mehr weil ich früher als gedacht schon am Bahnhof war. Dabei habe ich auch Geld ausgegeben, weil ich unbedingt Gemüse benötigte! (*Hier, auch in Deutschland, muss man immer so extra Gemüse essen. In den Gerichten ist ja grad nicht so viel Gemüse drinnen.)

7. Genova
Dies ist zwar ne Karte aus Torino. Aber ich werd es für mein Report über Genova benutzen.
a. Die Züge in Italien gefallen mir ganz und gar nicht. ‚Alle’ sind schmutzig mit ekeligen Gestank der mich seekrank(?) macht. (der Gestank ähnelt sich mit ehm. Tongilho oder Gukchoul-billige/alte Züge in Korea) Kein Wunder, dass so viele Ausländer Deutschland als ‚sauber & ordentlich’ bezeichnen. Auch die Strassen sind hier ziemlich vergammelt.
b. Das Hostel war phänominal! Die Sicht war einfach zu schön, dass man sich kaum über die knarrigen Betten beklagen konnte. Das Schönste und Beste war Genova selbst; Nicht ihre Gebäude, Palast oder ihre riesige Aquarium, sondern ihre natürlich Lage. Ein Dort auf einen Berg, der gleich zum Meer mündet. Auch der Weg zum Hostel war lustig- schmale Wege, die sich ganz schön hin- und herbiegen. Die Stadt im Ganzen ist wirklich nett. (Über die Details muss man sich nochmals überlegen...;) Zum Abend habe ich bei der JH Ravioli mit ‚Pesto’(Name der Sosse) gegessen, was lecker aber zu fettig war. Es sollte aber so ein typisches Essen in Genova sein, so wollte ich es halb mal probieren. Auch wenn es nur nen ‚Instantgericht’ war.
c. Wenn man sich die Stadt genauer ansieht ist sie vielleicht nicht so begeisternd wie ihre hübsche Aussicht. Ich glaub aber, diese Sache hängt aber wirklich von meinen Geschmack ab. Ich mag nun mal nicht solche schnörkelnde impornierend-wirkende (oder wirken sollende) grosse Marmor/ Steingebäude. Da sind mir die einfachen aus Holz gebauten Mittelalterliche Gebäude lieber. (die Renaissance gefällt mir einfacht nicht, die sind irgendwie zu verschwenderich, unnatürlich, prahlend und gefühlos. (oder vielleicht zu gefühlvoll) Außerdem zu ‚groß’(damit meine ich nicht nur den Stil von den Gebäuden) für mich.)
d. Für den Zug nach Nice muss ich jetzt schon seit ewig warten. Das Eis was ich inzwischen mir besorgt habe war in Ordnung, habe leider die falsche Sorte ausgewählt. Ich mag Erdnessbeeren, aber nicht im Eis. Ausserdem hat mich beim Essen ein blöder Italianer angesprochen ob ich Einkaufen wolle. „Fuck you“ war seine Reaktion auf meiner Ignosierung! Ich hätte schön lächeln sollen und „Thank you, you too“ sagen sollen.(Natürlich hätt ich mich nicht getraut! Bin natürlich zu brav dafür--;) Es gibt solche beschissene Leute, die einem die gute Laune wirklich versäumen!

8. Nice- Auf dem Weg nach Paris! (in TGV)

Ich habe mir vieles fürs Schreiben ausgedacht. Passiert ist auch vieles. Vielleicht werde ich es diesmal in eine Liste mit Stichpunkten schreiben, weil ich müde, schmutzig und ausgebraucht fühle. (*hätt ich nur geahnt, was mich in Paris noch gewartet hat!!!)

a. Dieser Scheiss Resevierungsgebühr geht und will auch nicht aus meinen Kopf gehen. Ich kann immer nocht nicht den Sinn von dieser Reservierung begreifen. Da waren wirklich total viele Plätze noch frei! Warum sollte man da resevieren und dazu noch extra so viel mehr bezahlen wenn man es auf dem Zug erledigt? Wenn man es im Bahnhof macht soll es 3 oder 5Euro sein, in Zug dagegen 13 oder 15Euro! Es ist wirklich ne Wucht. Aufjedenfall war wegen diesen Zwischenfall so ärgerlich und mein erster Eindruck auf Frankreich war echt verletzt.
b. Ansonsten schöne Fahrt entlang des Meeres. Auch trotz den grauen Himmel.
c. Palmen! Die waren allerdings auch in Genova, hab nur kurz vergessen es zu erwähnen.
d. Ampeln! Auch ein interessantes Ding, worauf ich leider nicht schon früher gekommen bin. Schade, dass ich es nicht schon von Anfang an fotografiert habe. Die Ampeln sind hier immer so verschieden, und manche sehen auch total süss aus. Da gabs auch welche, die auch ein Gelblicht für Fussgänger hatten. Wirklich schade, dass ich jetzt mich nicht mal erinnern kann in welchen Land es war.
e. Zum erstenmal während der Reise, hatte ich schlechtes Wetter. Es gießte förmlich auf den Weg zum Hostel.
f. Zuerst konnte ich die Bushaltestelle, wo man den Bus zum Hostel fährt, nicht finden, danach kam er nicht. Erst nach einer Stunde oder so kam er endlich. Inzwischen habe ich mich immer gefragt, ob ich doch nicht den bisschen teueren Hostel in der Stadtmitte nehmen sollte. Aber die Hostels die nen bisschen ausserhalb der Stadt liegen sind meistens hübscher. Ausserdem wollte ich nach diesen unerwarteten Reservierungskram unbedingst sparen, auch wenn nur ein paar euro. Aber zuletzt musste ich feststellen dass ich eher mehr ausgegeben hatte! Den zum erstenmal auf meiner Reise, verlangte man bei den Hostel ne Hostelkarte, die ich in Korea zwar gemacht hatte, aber inzwischen irgendwo verloren hatte. Da ich es nicht bei mir hatte, haben sie mich neu registriert, und so etwas kostet ja immer was. Dann musste ich noch extra für die Bettlaken auch noch bezahlen. Insgesammt war es also ein verdammter Verlust, und auch die wirklich schöne Lage des Hostels konnte mich nicht wieder aufmuntern. Dazu musste ich noch feststellen das Frankreich verdammt teuer war in den Supermarkten, im Vergleich zu Italien oder Deutschland.
g. Die netten alten Damen! Wenn man in Ausland ist ja man immer besorgt, weil man sich nicht sicher ist, wo man genau aussteigen muss. Und in italienischen Büssen wird auch nicht ausgesagt wo sie steht. So musste ich halb in einer Hand den Stadtplan halten und immer nach dem Weg folgen, wo das Bus hinlang fuhr. In Genova war es auch so, da sprach eine alte Dame mich an, und fragte mich ob ich zur JH fähre. (natürlich auf Italienisch aber ich kannte ja wenigstens was JH auf Italienisch hieß...jetzt natürlich schon nicht mehr!) Nach meiner Antwort sagte sie mir ich soll mit ihr aussteigen, sie würde auch bei der selben Haltestelle aussteigen. Es ist immer so rührend wenn sich ein Fremder, der nicht mal mich verstehen kann, um mich kümmert... So ähnlich ging es auch in Nice, da sorgte sich eine alte Dame so sehr, und sie fragte alle Passagen in den Bus nach der Haltestelle da sie es selbst nicht wusste. Und zu letzt bestand sie ernergisch, dass ich mich beim Fahrer fragen sollte, was ich auch gleich gemacht hatte... so lieb können Menschen sein!!!
h. Dem nächsten Tag habe ich mir schon gedacht, dass ich vielleicht doch den früheren Zug nach Paris nehmen sollte. Aber da konnte ich schon die Reservierung nicht ändern, das Zug war schon voll. Aber es war auch gut so, ich konnte dafür den Museum von Chagall besuchen, und der war echt klasse! Ich glaub ich bin nen richtiger Fan von Chagall geworden durch die Reise...Die Farben und die Art, wie er die benutzt ist wirklich genial!
i. Es gibt seltene Sachen als in Ausland ein Mc Donald-Burger zu essen....das war so zusagen das blödsinnigste Ding, die man auch einer Reise machen kann...Was wohl damals in mich gefahren ist? Danach hab ich noch ein Panini gegessen, und hab sofort es tief bereut. Es war wirklich zumindest tausendmal leckerer.
j. Im Zug wackelt es unheimlich viel/ meine armen Ohren, werden immer verstopft/ Werden Menschen beim Essen freundlich-freier? Während der langen Reise fingen meine Nachbarn sich zu unterhalten./ Die Landschaft ändert sich (Meer, Berge→Flüsse, Felder)